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Acer

BRUNS Plant of the month - August

Ginkgo biloba – Ginkgobaum, Fächerblattbaum

Lebendes Fossil und dekorativer Gartenbaum

Der Ginkgobaum blickt auf eine interessante und wechselvolle Geschichte zurück. Er existierte bereits vor etwa 30 Millionen Jahren, im späten Tertiär.

Botanisch ist der Ginkgo zwischen den (stammesgeschichtlich alten) Nadelbäumen und den (später entstandenen) Laubbäumen anzusiedeln. Seine Blattform ist fächerförmig und häufig in der Mitte tief eingeschnitten (biloba = zweilappig). In seinem 1815 entstandenen Gedicht „Gingo Biloba“ nimmt Johann Wolfgang von Goethe auf diese Blattform Bezug und sieht sie als Symbol für Freundschaft und Liebe, Eins sein und Doppeltsein.

Als Gartenbaum besticht der Ginkgo durch seinen stattlichen, aufrechten Wuchs, das dekorative Blatt und die prächtige, leuchtend gelbe Herbstfärbung. Er kommt mit fast jedem Gartenboden zurecht, ist frosthart, windfest und hitzeverträglich. Junge Pflanzen sind etwas spätfrostgefährdet und sollten in rauen Lagen in den ersten Wintern mit Reisigzweigen geschützt werden.

Interessant ist auch die Biologie des Ginkgobaums. Er ist zweihäusig, das heißt, es gibt weibliche und männliche Pflanzen. Da die Früchte der weiblichen Pflanzen im reifen Zustand unangenehm nach Buttersäure riechen, werden in Europa fast ausschließlich männliche Exemplare vermehrt und verkauft.

Fächerblattbäume können über 1000 Jahre alt werden. Im Alter erreichen sie eine Höhe von mehr als 30 m (bei einem Jahreszuwachs von 30-40 cm) und werden bis zu 20 m breit. Doch muss niemand aus Platzmangel auf diesen geschichtsträchtigen Baum verzichten, da inzwischen schwachwüchsige Zuchtformen wie Ginkgo biloba ꞌMarikenꞌ zur Verfügung stehen.